fbpx
Stress

Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen ab von „stringere“ für
Anspannen in Spannung versetzen.

Stress ist eine körperliche und psychische Reaktion eines Menschen auf eine für nicht bewältigbar wahrgenommene Situation.

Das klingt ja erstmal doch sehr unverständlich.
Stress ist erst einmal eigentlich etwas positives. Gehen wir einfach einmal ein wenig in der Zeit zurück. Bis in die Steinzeit.

Frau Uagh ist im Dickicht unterwegs um Nahrung zu suchen. Plötzlich hört sie im Unterholz etwas rascheln, sie schaut nach und… eine Schlange!

Der Körper von Frau Uagh reagiert sofort mit einem Fluchtreflex. Das Adrenalin steigt in ihr hoch sie springt einen Meter nach hinten.

Der Stress sicherte Frau Uaghs Leben!

Was genau passierte im Körper von Frau Uagh?

Wird eine Situation oder eine Person vom Gehirn als stressig bewertet, dann werden vermehrt Adrenalin und Cortisol (so genannte Stresshormone) ausgeschüttet.

Die Herzfrequenz steigt an, ebenso der Blutdruck, die Muskeln spannen sich an und die Atmung wird schneller.

In der Regel kommt es nach Abklingen der als stressig bewerteten Situation oder Person zum Runterregulieren der Hormonausschüttung, so dass wieder der ‚Normalzustand’ erreicht wird.

Heute sind wir nicht mehr den gleichen Gefahren ausgesetzt, wie unsere Vorfahren. Aber dennoch ist der Ablauf im Gehirn der Gleiche.

Amygdala, die “Angstzentrale” in unserm Kopf

Eine sehr wichtige Hirnregion für unser Erleben von Stress und Angst ist die Amygdala, ein kleiner, mandelförmiger Komplex von Nervenzellen im unteren Bereich des Gehirninneren. Sie ist Teil des sogenannten Limbischen Systems. Das ist ein Verbund verschiedener Hirnstrukturen im Innern des Gehirns, der eine große Rolle bei der Verarbeitung von Erinnerungen mit emotionalen Inhalten. 

Durch die Verbindung mit anderen Hirnregionen  wird hier die Bedeutung verschiedener Signale bewertet und diese werden dann von der Amygdala (zusammen mit dem Hippocampus) über verzweigte Bahnen auf die Großhirnrinde projiziert.

Wenn eine Situation aus der Erfahrung heraus als bedrohlich oder gefährlich eingestuft wird, werden Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin) und Stresshormone (Adrenalin und Cortisol) ausgeschüttet.

Diese Signale werden dann durch die Amygdala mit Erinnerungen abgeglichen. Wenn dieser Abgleich „Gefahr“ signalisiert, entsteht Angst und der Körper reagiert mit vermehrter Achtsamkeit und vielleicht auch mit Fluchtreaktionen.

Neben der Angst sind auch andere emotionale Äußerungen wie Wut und Freude, der Sexualtrieb und die Fortpflanzung sowie vegetative Funktionen in der Amygdala festgelegt.

Stress lass nach

Normalerweise regen wir uns nach dem Stress auch wieder ab. Ist das Stresshormon Kortisol in ausreichendem Maß im Blut vorhanden, merken das bestimmte Rezeptoren im Drüsensystem und im Gehirn. Daraufhin stoppt die Nebennierenrinde die Produktion von weiterem Kortisol und der Körper beruhigt sich wieder.

Wenn die Hormone durchdrehen

Wenn das Zusammenspiel der Hormone nicht optimal funktioniert, sieht das aber anders aus. Speziell wenn nicht genug Rezeptoren vorhanden sind, die das Kortisollevel prüfen, oder wenn die vorhandenen Rezeptoren nicht richtig arbeiten. Dann wird die Achse aus Hypothalamus, Hirnanhangdrüse und Nebenniere zu aktiv. Sie produziert dann zu viel Kortisol.

So etwas kann in schlimmen Fällen zu Denkstörungen, zu Gewebeschwund im Hirn und zu Störungen des Immunsystems führen. Auch die Entstehung von Depressionen wird auf diesen Einfluss zurückgeführt.

Zu folgende Auswirkungen kann es kommen.

  • Beeinträchtigung der Hirnentwicklung
  • Magengeschwüre
  • Schwächung des Immunsystems
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Depressionen
  • Vergrößerte Nebennieren
  • Schlafprobleme
  • Konzentrationsprobleme
  • bis hin zum Burnout

Was kann ich tun, wenn mein Stresslevel zu hoch ist?

Es gibt viele Möglichkeiten, den Hormonhaushalt wieder in den Griff zu bekommen bzw. den Stress abzubauen.
Ich persönliche finde geführte Traumreisen super zum herunterkommen. Ebenso ist die Meditaion sehr gut geeignet aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten.

  • Yoga
  • Hypnose
  • Persönliche Freiräume schaffen
  • Sport
  • Spazieren gehen
  • “Nein” sagen
  • Eine positivere Grundhaltung annehmen

Bei den beiden letzten Punkten kann ich dich gerne Unterstützen. In einem systemischen Coaching können wir gemeinsam daran arbeiten, dass du auch einmal “nein” sagst oder auch an einer positiveren Lebenseinstellung.